BERLIN. Sie bezeichneten sich als die "Narren am Hof der Finanzen", und wollten Anlegern das Börsenlatein auf humorvolle Weise beibringen. Nun ist ihnen das Lachen vergangen: der deutsche Internetdienst Motley Fool hat gestern bekannt gegeben, dass er den Betrieb einstellt. Auf der Website von "fool. de" konnten Hobby-Investoren und Aktienbesitzer über Börsenentwicklungen diskutieren. Der Berliner Ableger des amerikanischen Finanzdienstleisters wurde unter anderem vom Holtzbrinck-Verlag finanziert. "Wir waren nicht in der Lage, zu für uns akzeptablen Bedingungen eine Partnerschaft in Deutschland auszuhandeln", heißt es in einer Abschiedsbotschaft auf der Website, was wohl bedeutet, dass Holtzbrinck nicht mehr für das Webprojekt zahlen wollte. Gegenüber der "Berliner Zeitung" war niemand bei Motley Fool zu einer Stellungnahme bereit. (tel. )