Ab Montag wird der New Yorker Netzkunst-Veteran und Internetprovider The Thing eine Auktion beginnen, die zur Finanzierung des unabhängigen Internetprojekts beitragen soll. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest kann man hier unter anderem Arbeiten von John F. Simon, Jordan Crandall, Rainer Ganahl, Daniel Pflumm, Peter Halley und Prema Murthy ersteigern.
Janine Gordon: Crash, 1999, B/W Fiber Print, Minimum Bid </script>50
In der Vergangenheit haben bereits wiederholt Künstler Internetauktionshäuser als Plattform für Performances, Aktionen und Interventionen benutzt. Der Amerikaner Jeff Gates hat zum Beispiel seine eigenen demographischen Daten bei eBay zum Verkauf angeboten - wenn auch mit wenig Erfolg. Oder Staehle selbst hat versucht, bei eBay die alte Website von The Thing zu verkaufen, fand aber keinen Sammler, der sein Mindestgebot erreichte.
The Thing ist eines der ältesten Netzkunstprojekte. Es wurde 1991 von Wolfgang Staehle in New York als Mailbox gestartet und hatte auch einige Ableger in Europa, unter anderem in Berlin, Köln, Düsseldorf, Wien und Basel. Seit 1995 ist The Thing im Web vertreten und hostet eine Reihe von wichtigen und bekannten Netzkunstarbeiten, wie zum Beispiel Christine Meierhofers "Auftragsdiebstahl" oder "Artic Circle" von Philip Pocock, Florian Wüst, Felix S. Huber und Christoph Keller.